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Der Experimentierserver auf Apache-Basis

Angenommen, Sie nutzen Ihre Freizeit zur Weiterbildung, möchten sich in das Betriebssystem Linux einarbeiten und dabei auch den Apache - Webserver kennenlernen. Sie erheben keinen Anspruch auf dauerhafte, stabile Verfügbarkeit des Servers und planen nicht einmal, dieses Gerät mit dem Internet zu verbinden. Realistisch betrachtet, benötigen Sie keinen separaten PC, um einen eigenen Server mit Linux und dem Apache Webserver zu konfigurieren. Folgende Möglichkeiten zur Realisation des Projektes seien hier einmal aufgezählt:

  • Sie besorgen sich einen noch funktionierenden "Schrott-PC", bei dem Sie lediglich auf die Größe des eingebauten Arbeitsspeichers achten (512 MB seien empfohlen)
  • Sie besorgen sich eine separate Festplatte, bauen sie in den PC ein und installieren darauf das Betriebssystem Linux
  • Sie installieren Linux auf der gleichen Festplatte wie das Betriebssystem, welches Sie bereits nutzen.

Aus Gründen der Störsicherheit bei Anfängerfehlern habe ich die am besten geeignetste Lösung ganz oben aufgeschrieben. Bei der letzten Variante kann es Ihnen unter Umständen passieren, daß Sie nach einem Absturz oder einem Partitionierungsfehler alle Betriebssysteme des Rechners neu installieren müssen.

Bei Variante 2 könnte man noch darüber diskutieren, ob man die Festplatten mit den verschiedenen Betriebssystemen im BIOS ein - oder ausschaltet bzw. sogar hardwareseitig am Controller umsteckt. Klingt inakzeptabel, kann aber auch Daten retten.

Hier muß man selbst entscheiden, wie weit man mit der Trennung der Systeme gehen möchte und welche Sicherheit man anstrebt.

Als teuerste, aber langfristig beste Variante sehe ich einen separaten Rechner. Nun muß man keinen neuen Computer kaufen, sondern es kann auch der ausrangierte PC vom letzten Betriebssystemwechsel sein. Lediglich der RAM sollte ausreichend dimensioniert werden (512 MB, besser mehr).

Für den Experimentiermodus mit dem eigenen Server benötigt man keine 10 GByte Festplattenkapazität, auch nicht, wenn später einmal MySQL hinzu kommt. Natürlich ist viel Platz schön, aber nicht vergessen: Wir wollen nur experimentieren. Man kann auch mit Perl, MySQL und PHP experimentieren und programmieren, wenn man weniger als 10 Gbyte Festplatte im Server eingebaut hat.

Wer bastelt schon im Hobbybereich HTML-Seiten, Skripte und Datenbanken mit 10x1024x10241024 Zahlen und Buchstaben zusammen ? Das Betriebssystem braucht natürlich auch ein paar GByte, daher sind nicht mehr ganz 10 GByte verfügbar, ich weiß schon !  Selbst wenn nur noch 1 GByte nach der Installation frei wäre, könnte man noch arbeiten.

Wenn Ihr alter Rechner, welcher nun als Server arbeiten soll, beim Prozessor ein wenig schwach auf der Brust ist, ist das auch nicht schlimm. Beim Booten müssen Sie dann unter Umständen etwas Geduld haben (vor allem bei "creating devices"), aber dann werkelt Ihr eigener Server vor sich hin. Überlegen Sie, ob Sie mit 2 Minuten Boot-Zeit auskommen - es sollte im Hobbybereich kein Problem sein.

Denken Sie immer daran: Noch vor eineinhalb Jahrzehnten mußten ganze Firmennetze mit Servern bedient werden, in denen 386, 486 oder Pentium-Prozessoren mit weniger als 100 MHz Taktfrequenz arbeiteten.

Wenn Sie sich allerdings mit CGI-Anwendungsentwicklung beschäftigen wollen und dafür nicht PERL oder PHP, sondern C oder C++ benutzen, sollten Sie einen etwas schnelleren Prozessor einplanen. Kurze C-Anwendungen sind schnell kompiliert, aber genauso oft, wie man am Programm Änderungen ausführt, muß man auch neu kompilieren.  Mit einem alten Rechner um die 1000 MHz sind Sie im Hobbybereich aber auch auf der sicheren Seite.

Also: Nur Mut !

Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 28.08.2007
Aktuell: 15.12.2008
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